Let’s Show Plato: Dead Cells

Achtung Spoiler!

Einen Kopf kürzer gemacht zu werden können wir schwer auf uns sitzen lassen. So schnappen wir uns also die nächstbeste Waffe und schnetzeln und meucheln uns durch das verseuchte Gefängnis und an anderen infizierten Teilen des königlichen Schlosses, bis wir vor dem Herrscher persönlich stehen und ihm den Gefallen erwidern. Nur damit wieder alles von vorne beginnt. Das ist der Zyklus von Dead Cells.

Und letztlich ist damit das Spielprinzip schon ganz gut zusammengefasst. In jedem Durchlauf erhalten wir zwei zufällig generierte Waffen und dürfen uns dann an furchterregenden Gegnern durch sich immer wieder verändernde, schaurig schöne Level kämpfen, bis wir vor dem König stehen und ihn ebenfalls einen Kopf kürzer machen.

Zumindest das erste Mal. Denn danach ist der Thron konsequenterweise leer. Doch das ist ja gar nicht das Ziel der Reise. Denn auf dem Weg sammeln wir Zellen, mit denen wir für jeden Durchlauf neue und spannende permanente Upgrades freischalten. Seien das nun außergewöhnliche Waffen, neue Mutationen oder einfach nur ein funky Skin.

Und auch wenn die Atmosphäre insgesamt düster ist, weiß das Spiel trotzdem mit einem bissigen Humor aufzuweisen. Und auch die prozedural generierten Level bieten genügend Abwechslung, um den leeren Thron ein ums andere Mal aufzusuchen. Zum Glück tuen sich hierfür immer wieder neue Wege auf, seien es nun die modrigen Abwasserkanäle oder das infernalische Verließ.

Am Ende eines jeden Laufs kann man eine Bossstammzelle erhalten, die effektiv die Schwierigkeit des Spiels erhöht. Denn die Idee ist, dass man sich immer gekonnter und schneller durch die Level bewegt, einem Tanz gleichend. Und es soll ja dann auch nicht zu einfach werden.

Leider hat sich bei mir dieser Effekt nicht eingestellt. Selbst auf der Standard-Schwierigkeit ist es noch zäh genug, das Ende überhaupt zu erreichen. Eine wirkliche Motivation kommt da leider nicht hoch. Nichtsdestotrotz ist das Spiel grandios gestaltet und macht Laune. Persönlich hat es mich nur nicht langfristig gefesselt.

Also dann bis zum nächsten Spiel.

Euer Plato

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